Sonntag, 14. Mai 2023

Sonntagsfoto - Woche 19/2023

Sonnenschein!


Jetzt haben wir Sonnenschein und ich bin auch nicht richtig zufrieden. Denn: Es ist viel zu trocken. Als der Traktor in der vergangenen Woche hier über das Feld fuhr, zog er nicht nur den Hänger und einen Schwarm Möwen sondern auch eine riesige Staubwolke hinter sich her! So ist es hier überall auf den Feldern. Man sah nicht zuerst die Traktoren sondern die Staubwolke. Doch es soll Regen kommen. Also...vielleicht....möglicherweise...eventuell...


Ich habe mir vorgenommen, zukünftig immer aufzuschreiben, wieviel und wann es geregnet hat. Hoffentlich denke ich dran! ☔ In Fagersta, ca. 60 km entfernt von hier (in südwestlicher Richtung), gibt es schon ein Verbot, offenes Feuer zu machen. 😳 Der Liebste fuhr daran vorbei.

Heute ist es draußen schon sehr warm....


Habt Ihr den ESC angeschaut? Ich tat es. Und wie jedes Mal habe ich die Punktevergabe nicht bis zum Schluss miterlebt. Das dauert mir einfach zu lange. Mein Favorit war dann Finnland...was neues, spritziges, auf normaler Tonhöhe gesungenes, die Choreograpgie mit den Tänzern, die Bewegungen von ihm - mich hat er sehr erheitert! 😁 Tschüss Peter Urban! Sie werden mir fehlen! 

Am Dienstag ist die 2. Miez ins Katzenheim gezogen. Während ich auf dem Rückweg von der Arbeit war, hat der Liebste sie gefangen und wir sind wieder nach Avesta gefahren. Sie hat den schönen Namen Rosella bekommen. Ich wünsche ihr von Herzen alles Gute. Petunia ist übrigens zur Probe bei Interessenten gewesen, die sie gerne nehmen möchten. 😍 Zwischen den Zimmern der Beiden gab es noch eine schwarze Fundkatze....

Am Freitag, auf dem Weg zum Abendbrot sahen wir eine Elchkuh...


...und ein Elchkalb.


Das Elchkalb lag erst da. Als es aufstand, habe ich schnell fotografiert und den Liebsten gebeten, weiter zu fahren, deswegen ist es ohne Kopf zu sehen. Wir wollten die Beiden jedoch nicht noch mehr verunsichern...

Heute Früh, beim Füttern der Miezen (Ich habe Bubi geweckt!!! 😲) sah ich auf dem Feld diese Zwei:


Das Feld sieht aus wie Wüstensand, oder? Naja, ist es nicht ganz. Falls es das Paar ist, was hier schon lange herkommt, dann haben sie wohl keine Kinder. Denn Kinder lassen sie nicht alleine, da geht nur ein Vogel Futter suchen, der andere passt auf.

So sieht unser Flieder derzeit aus:


Im Ahorn waren in den letzten Tagen ganz viele Hummeln unterwegs, es hummelte. 😁
Der Löwenzahn blüht. Farbe!!!


Von meinen gesetzten Zwiebeln sind bisher nur Narzissen (drei) gekommen. Eine davon:


Und dann wächst da noch diese Blume:


Solche Blumen hatte ich mal in meinem Beetchen. Das weiß ich. Doch ob ich die Zwiebeln beim 'Auflösen' des Beetchens woanders in die Erde gesteckt habe weiß ich nicht mehr. Vermutlich ja..lach.. Egal. Wichtig ist, dass hier Blümchen wachsen. Die Tulpen sind fast alle leer... Die Schneeglöckchen...15 Zwiebeln...0 Schneeglöckchen. Da bin ich wirklich traurig. Doch ändern kann ich es auch nicht. Was wir auch wieder Habens und Buschwindröschen. Die habe ich vergessen zu fotografieren. Wisst Ihr, was beim Hundenachbar blüht? Nichts....

Voriges Jahr habe ich Schnecken gekauft, die zum Essen. Dabei essen wir gar keine Schnecken. Doch wenn man die Schneckenhäuser schön sauber macht, kann man sie draußen auslegen und sie dienen dann vielleicht als Bienen- bzw. Insektenwohnung. 



Und falls sich jemand, der hier schon länger mitliest, fragt, wie das mit meinem Knie und mir ist... Das läuft gut. Ohne Beeinträchtigung gehen zu können ist einfach toll! Natürlich zwackt es auch mal oder ich kann abends nicht so gut die Treppe hinab gehen. Doch all das ist besser als es vor der OP war. Nur einen klitzekleinen...Nachteil gibt es. Mir war nicht klar, dass ich immer spüren werde, dass da ein 'anderes' Knie in mir ist. Ich dachte, das Gefühl geht irgendwann weg. Tut es nicht, ich werde es immer spüren. Nun ja, das ist gewöhnungsbedürftig, damit hatte ich nicht gerechnet. Und ich wusste auch nicht, dass ich mich mit meinem neuen Knie keinesfalls (!!!) hinkauern soll. Schön, wenn man deutsche Physiotherapeuten kennt, die einem so etwas sagen... 😉😊

Passt auf Euch auf!

Herzliche Grüßels aus Dalarna!

Anneke

Mittwoch, 10. Mai 2023

Handwerkskunst

In Schweden ist es sehr verbreitet, zu weben. Manche Menschen haben Webstühle zu Hause, etliche gehen dazu in eine Webstube (Vävstuga). Es ist schon eine Weile her, seit ich das erste Mal bei einer (Hobby-) Weberin zuschauen konnte. Sofort war ich ein bisschen infiziert. Das möchte ich auch können! 

SCHWEDISCHE WEBER 
Möklinta schützen
Gesellschaft zur Erhaltung des kulturellen Erbes

Ja, diese Tradition sollte geschützt und die Ausführenden unterstützt werden. Denn außer mir ist nur noch eine der Webdamen unter 65 Jahre alt. Und junge Menschen kommen da wohl nicht nach. Also wird, über kurz oder lang, dieses Kunsthandwerk (Und damit meine ich nicht mein weben!) aussterben... Was da entsteht...das sind für mich teilweise kleine Kunstwerke. Vielleicht darf ich nächstes Mal die entstehenden Dinge fotografieren. Ich frage mal nach. Dann kann ich Euch zeigen, was ich damit meine.

Das Universum hat meinen Wunsch nicht vergessen. Denn vor einer Weile erzählte mir eine Freundin, dass sie in ihrer Vävstuga jetzt einen laaaangen Teppich weben wollen. Der König kommt nächstes Jahr nach Sala, welches 400jähriges Jubiläum hat, und da soll ein gewebter roter Teppich ausgelegt werden. Da war mir klar, dass ich da mitmachen möchte. Als ich dann noch erfuhr, dass meine Lieblingsfarbe der Hauptbestandteil ist, war das ein zusätzliches Schmankerl. 😉
Und so wurde ich vor vier Wochen angelernt...





Der aufgerollte Teil ist nicht von mir. Da waren schon andere Frauen vor mir fleissig. 😊 Ich habe vorige Woche, beim 3. Mal weben, die 1-m-Marke überschritten. Juhu! Es geht also eher in kleinen Schritten vorwärts.


Manchmal geht es auch rückwärts, nämlich dann, wenn das Garn nicht dicht genug liegt. Das mag ich überhaupt nicht. Also trenne ich es wieder auf. 😒 Es soll ja ordentlich aussehen.


Ich habe beim Weben richtig Freude (Also außer wenn ich auftrennen muss oder die Fäden nicht so wollen wie ich will.)! Zu sehen, wie etwas unter meinen Händen entsteht ist toll!! 

Doch um Fäden zum Weben zu haben, muss man erst einmal Stoffe zerschneiden. Das sind in diesem Fall Spenden sowohl von den Webdamen (wie ich sie nenne) als auch von webfremden Menschen (denke ich). Ich bekam jede Menge Stoff in die Tasche gestopft als ich mich zum Schneiden bereit erklärte.


In meiner grenzenlosen Ahnungslosigkeit....schnitt ich mit der Schere los. Natürlich schneidet man nicht einfach Streifen, nein, das ist beim Weben voll bäh! Die Streifen müsste man dann anstückeln - das wollen wir nicht. Also schneidet man....nun ja...anders eben. Zeitraubender.
Später kam ich auch die Idee, mit meinem Schneideroller loszulegen.


Das ging ein kleines bisschen schneller. Doch auch da kam noch die Schere zum Einsatz. 
Am Ende: ca. 30 Stunden für diese Knäuel:


Es gibt auch Knäuel in den Kisten, da wurden von anderen Menschen nur Streifen geschnitten, mal 20, mal 50 cm lang. Da mir das eine Stoffmuster gefiel, nahm ich die zwei Knäuel mit - zum Streifen zusammennähen.


Zusammennähen und glatt aufrollen des rechten Knäuels: 3 Stunden.


Die linke Kugel wartet noch auf mich. Und ich habe am Montag ein kleineres graues Knäuel zum Nähen mit nach Hause gebracht. Und eins zum Ecken abschneiden. (Irres Lachen einfügen. 😜😉) 

Ich schreibe das so ausführlich, weil ich aufzeigen möchte, wie zeitintensiv dieses Hobby sein kann und was da unter Umständen dazu gehört (Es wird auch mit Wollgarn oder fertigen Fäden gewebt und das Zuschneiden entfällt. Doch für einen Flickenteppich...). Und dabei weiß ich nicht einmal genau, wie lange es dauert, die Fäden zu ziehen, durch die ich das Garn ziehen kann. Denn das habe ich nicht miterlebt. Bei einer Webdame haben sie zu zweit schon zwei Webnachmittage ( 3 - 4 Stunden) mit Fäden ziehen zugebracht - seit ich dabei bin. Ich werde am kommenden Montag mal fragen, ob sie das für den Teppich noch wissen.

Das Schönste habe ich am Montag erfahren:
Ich fragte nach, was mit dem Teppich nach dem Besuch und dem Drüber laufen des Königs passiert. In meinem Kopf schwabberte die Idee, dass vielleicht Einzelteile daraus gemacht und diese dann für einen guten Zweck versteigert werden. (Die andere war: Der König muss sich den Teppich durchs ganze Schloss legen bei der vielen Arbeit, der massig Zeit und dem Geld -für extra gekauften Stoff-, was darin steckt.) Doch es wird anders werden - fast noch schöner. 😉 Jede Weberin erhält danach ihr gewebtes Stück für den Eigenbedarf. TOLL! Und wie eine der Webdamen zu mir meinte: "Da kannst Du dann Deinen deutschen Freunden erzählen, dass über den Teppich der König gelaufen ist. So etwas hat nicht jeder." 😊

Herzliche Grüßels aus Dalarna!

Anneke

Sonntag, 7. Mai 2023

Sonntagsfoto - Woche 18/2023

Schon wieder Sonnenschein!


Und natürlich sieht es wieder wärmer aus als es ist! 


Doch nächste Woche...da....da...da...kommt wirklich der Frühling!..RonjasFrühlingsschreiausstoß..


Was sind dann heute nur 13° C? Die sitze ich auf der linken Pobacke ab... 😉

Als ich gestern draußen Blumen umtopfte, liefen zwei Nachbarn vorbei und erfreuten sich an unserer blauen Wiese. Ein Stück davon habe ich Euch fotografiert...


Sieht das nicht herrlich aus!? Der Hundenachbar (mittlerweile ohne Hunde) hat das jedenfalls nicht. Und auch unsere Gegenübernachbarin hat keine einzige blaue Blume. Ätschbätsch. 😉

Außerdem wies mich der Liebste auf unser Hausnummernschild hin. Hoppala! Wie sieht das denn aus?


Das Holz ist getrocknet und die Rinde hat, wohl wegen dem Lackanstrich, ihre Form behalten. Mal sehen, wie lange das noch so hält... Die Entstehung unserer Hausnummer könnt Ihr übrigens HIER sehen. Im September 2015 kam sie an die Hauswand...

So, jetzt gibts Frühstück (ein bisschen nicht so krosse Sonntagsbrötchen 13) und dann sind Außenarbeiten angesagt. 
Ach ja, wir haben heute (nun hoffentlich wirklich endgültig) unsere Heizung abgestellt.

Passt auf Euch auf!

Herzliche Grüßels aus Dalarna!

Anneke

Donnerstag, 4. Mai 2023

Sonntagsbrötchen 14

Mit Brötchenzeilen habe ich ja schon Erfahrung, TESSINER BROT und SCHWEIZER BÜRLI wollen auch in bestimmten Ordnungen gelegt werden. Nun also wollte ich es mal mit einer langen Brötchenzeile probieren. Eine Weizen-Brötchenzeile mit Butterkruste sollte es werden.


Ihr braucht dafür:

500 g Weizenmehl Typ 550
1 TL Salz
5 g frische Hefe (hier 10 g)
1 TL Honig oder Zuckerrübensirup
370 ml lauwarmes Wasser
20 g Butter
etwas Butter zum Einstreichen

Alles zu einem glatten Teig verkneten.


Eine Schüssel leicht einölen, den Teig zu einer Kugel formen, Deckel drauf und für 12 - 15 Stunden (über Nacht) in den Kühlschrank stellen.
Holt den Teig aus dem Kühlschrank und gebt ihm 10 bis 15 Minuten Zeit zum Aufwachen.


Eine feuerfeste Form mit Wasser füllen, in den Backofen stellen und diesen auf 220° C O/U vorheizen.
Legt den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche, teilt den Teig in 8 gleich große Stücke und formt daraus Brötchen. Legt 4 Teiglinge, wie beim Tessiner Brot, mit etwas Abstand und der Naht nach unten, nebeneinander. 
Deckt die zukünftigen Brötchen ab und lasst sie noch einmal 20 Minuten gehen.
Nach der Zeit wird etwas Butter geschmolzen. 
Schneidet die Brötchen in der Mitte ein und bepinselt sie mit der geschmolzenen Butter.


Ab mit dem Blech in den Backofen und die Brötchen ca. 20 Minuten backen.

Gelungene fluffig Brötchen!


Das Originalrezept findet Ihr HIER.

Herzliche Grüßels aus Dalarna!

Anneke

Mittwoch, 3. Mai 2023

Sonntagsbrötchen 13

Diese Brötchen heißen 'Schnelle Landbrötchen'. Warum ein 'schnelle' darin vorkommt erschließt sich mir nicht. Doch wenn die Rezepterstellerin sie so nennt, dann übernehme ich das so. 😊
Es gibt von diesem Rezept zwei Varianten - eine zum am-selben-Tag-Brötchen-machen und eine mit Übernachtgare. Ich habe mich für die letztere Variante entschieden und schreibe deswegen auch nur diese auf, weil ich nur diese gebacken habe. Mittlerweile (nach mehrmaligem Backen) gehören die "Schnellen Landbrötchen" zu unseren Lieblingsbrötchen.


Ihr braucht dafür:

220 g Weizenmehl Typ 550 

280 g Dinkelmehl Typ 630

2 flache TL Salz 

330 ml lauwarmes Wasser

5 g Hefe (hier waren es 10 g) 

Verknetet alle Zutaten zu einem Teig und formt eine Kugel. Legt diese dann in eine leicht eingeölte Schüssel...


...und lasst sie eine Stunde bei Zimmertemperatur gehen.


Warum ölt man die Schüssel ein? Nun, ich denke, dass man es so dem Teig leichter macht, am Schüsselrand hoch zu gehen. 😉 Nach der Stunde kommt die Schüssel mit Teig innen drin und Deckel oben drauf über Nacht in den Kühlschrank.
Gebt am nächsten Tag dem Teig, Ihr ahnt es, 10 bis 15 Minuten Zeit zum Aufwachen.


Bemehlt eine Arbeitsfläche, legt den Teig darauf, stecht 6 - 8 Teiglinge ab und formt diese zu Brötchen. Legt diese dann mit Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech. Schneidet die Teiglinge viermal ein...


...und lasst sie dann zugedeckt 20 Minuten gehen.
Stellt eine feuerfeste Schale mit Wasser in den Backofen und heizt den Backofen auf 230° C vor.
Nach den 20 Minuten werden die Teiglinge mit Wasser bepinselt und mit Mehl oder Körnern bestreut. 


Anschließend schiebt Ihr das Blech auf die mittlere Schiene im Backofen und backt die Brötchen ca. 15 bis 20 Minuten.
Fertig sind gut schmeckende, fluffige Sonntagsbrötchen! 


Knusprig waren sie auch - nur beim letzten Mal backen nicht. Sie schmeckten trotzdem. 😉

Das Rezept habe ich von HIER.

Herzliche Grüßels aus Dalarna!

Anneke

Dienstag, 2. Mai 2023

Sonntagsbrötchen 12

Und wieder ist hier ein Teig, der über Nacht im Kühlschrank reift. Ich dachte ja früher, dass Teig Wärme zum Aufgehen braucht. Ich irrte.
Diese Brötchen heißen Bäckerbrötchen. Allerdings sahen unsere Brötchen so nicht aus, so sahen eher 5er Brötchen aus... 😁


Für diese Brötchen braucht Ihr:

500 g Weizenmehl Typ 550
5 g frische Hefe (ich habe 10 g genommen)
1 gehäuften TL Salz
1 TL Honig
2 TL Sonnenblumenöl
330 ml lauwarmes Wasser

Verknetet alle Zutaten miteinander (ca. 3 Minuten).
Ölt dann Eure Hände etwas ein, formt daraus eine Teigkugel und legt diese in eine Schüssel. Deckel drauf.
Den Teig erst eine Stunde gehen lassen und dann ab damit in den Kühlschrank. Hier bleibt er über Nacht.
Gebt dem Teig am nächsten Morgen 10 bis 15 Minuten zum munter werden.
Legt ihn dann auf eine geölte (hier bemehlte) Arbeitsfläche, stecht 6 - 8 Teiglinge ab und formt diese zu Brötchen. Diese legt Ihr auf ein mit Backpapier ausgekleidetes Blech.


Deckt nun die Teiglinge zu und lasst sie noch einmal für 20 Minuten ruhen.
Stellt eine feuerfeste Schüssel mit Wasser in den Backofen und heizt diesen auf 250° C O/U vor.
Schneidet die Teiglinge ein, bepinselt sie mit Wasser, bestäubt sie dann mit Mehl oder streut Körner darüber. 


Schiebt das Backblech auf die mittlere Schiene, stellt die Temperatur auf 230° C zurück und backt nun die Brötchen für 20 bis 25 Minuten.
Und schon habt Ihr leckere Frühstücksbrötchen!



Wieder einmal luftige Brötchen mit knuspriger Kruste! 

Das Originalrezept findet Ihr HIER.

Herzliche Grüßels aus Dalarna!

Anneke


Montag, 1. Mai 2023

Sonntagsbrötchen 11

Es gibt hier einen Sonntagsbrötchenrezeptstau! 😱

Doch bevor es das Rezept gibt... In dem Ort, aus dem ich stamme, schließt eine weitere Bäckerei, weil sich kein Nachfolger fand. Sie war in der DDR eine von sieben Bäckereien in dem Ort - jetzt gibt es noch zwei. Der Neubert-Bäck befand sich schräg gegenüber von unserem Haus und ich habe einen Teil meines Geldes auch dorthin gebracht. 😁 Sonnabends wurde ich manchmal zeitig wach, weil die Menschen sich zeitig anstellten und laut redeten - eine Kindheitserinnerung. Was ich bis jetzt, als ich von der Schließung erfuhr, nicht wusste, war, dass es eine Bäckerei an dieser Stelle schon seit 1878 gab. 😳 Ich habe zwei Generationen Bäcker dort erlebt. Jetzt ist sie zu.

Heute habe ich ein leckeres Baguettbrötchenrezept für Euch! Ich habe sie schon mit und ohne Körner gebacken und ich denke, die Variante ohne Körner fällt mir besser. 


Ihr braucht dafür:

500 g Weizenmehl Typ 550
1,5 TL Salz
5 g frische Hefe (ich habe 10 g genommen)
330 ml Wasser
 
Verknetet alle Zutaten miteinander.


Deckt die Schüssel mit einem Deckel und lasst den Teig 2 Stunden gehen. 


Dann stellt Ihr die Schüssel zugedeckt über Nacht in den Kühlschrank.
Am nächsten Morgen gebt Ihr dem Teig 10 bis 15 Minuten Zeit zum Aufwachen.


Teilt den Teig in 6 Teile und formt daraus Baguettebrötchen, indem Ihr den Teig leicht in eine rechteckige Form flach drückt, die kurzen Seiten einschlagt und gut miteinander verbindet (gut zusammendrücken). Dann sollten sie Baguettebrötchen ähnlich sehen. 😉
Stellt Euch eine Schale mit Wasser und Körnern bereit. Taucht die Baguettes bis zur Hälfte erst kurz ins Wasser und dann in die Körner. Legt sie dann auf ein mit Backpapier ausgeschlagenes Blech. Schneidet die Baguettebrötchen mit der Schere ein, deckt sie mit einem Tuch zu und lasst sie dann noch einmal 20 Minuten ruhen.


Heizt den Backofen auf 240° C vor inklusive ein auf der untersten Schiene befindliches leeres Backblech. 
150 ml Wasser erhitzen.
Schiebt erst Euer Blech mit den Brötchen auf die mittlere Schiene im Backofen und gießt dann das erhitzte Wasser in das untere Blech (VORSICHT! Verbrüht Euch dabei nicht -> Wasserdampf! Ihr könnt auch einfach eine Schüssel mit Wasser beim Vorheizen mit hinein stellen. Wenn Ihr das Backblech mit den Teiglinge einschiebt, noch ein paarmal mit einer Sprühflasche Wasser in den Backofen sprühen und dann Türe zu!)
Backt Eure Brötchen nun 25 Minuten. (Hier zwischen 20 und 25 Minuten.)
Fertig sind leckere Baguettebrötchen!
Außen knusprig und innen fluffig, so mag ich Brötchen jedweder Art sehr!



Das Originalrezept habe ich von HIER.

Herzliche Grüßels aus Dalarna!

Anneke