Sonntag, 17. Mai 2015

Vermischtes 8

Bubi

Ein Bild von Bubi, der aus der großen Kiste guckt, gibt es noch nicht Ich bin zu langsam. Doch ein anderes Bubi-Kisten-Bild habe ich für Euch. ;-) 


Außerdem Haben wir ein anderes Paket bekommen. Inhalt usgepackt. Kiste abgestellt weil Inhalt angucken wollen. Die hat Bubi dann ebenfalls sofort annektiert..grins.. 
  
Platz ist in der kleinsten Kiste! :-)
Bubi ist einfach unser irgendwo-reinkriech-Fetischist. Das kann auch meine gepunktete Einkaufstasche sein, in die er rein hüpft. Oder er versucht, in einen Plaste-beutel zu kriechen. Dabei hat er sonst Angst vor raschelnden Plastebeuteln und legt einen Abhauen-Sprint hin. ;-)
Gestern habe ich ihn wieder einmal ertappt, wie er sich unsichtbar gemacht hat. Ja! Bubi kann sich wirklich unsichtbar machen! Das glaubt Ihr nicht?? Dann sucht mal den Bubi! ;-)

Bubi. Unsichtbar.

Und wenn man die Decke ein wenig anhebt, dann sieht man das.


Mich erinnert sein unter-der-Decke-verstecken immer an kleine Kinder, die sich die Augen zuhalten und dann rufen „Sucht mich mal! Ich bin weheg!“ :-) Kennt Ihr das irgendwoher? ;-)



Pflanzen und Wetter

Wettertechnisch war es in der vergangenen Woche ziemlich durchwachsen. Es gab Sonnenschein, Wolken, Regen, ein kurzes Gewitter, Sturm…quasi alles, was Ihr Euch vorstellen könnt. Außer Schnee. 
Am Dienstag, gegen halb 5, hieß es Scheiben frei kratzen für den großen Mitbewohner (3°). Schade, dass die Paula keinen Anschluss für einen Coupé-wärmer hat. ;-)
Tagsüber stürmte es jedenfalls jeden Tag, mal mehr, mal weniger, so dass die im Grundstück vorhandenen Pflanzen mächtig Rückgrat brauchten, um dem Sturm Stand halten zu können. Temperaturmäßig kamen wir auf maximal 14°. Nur gestern gab es mal eine Spitze nach oben. Das Thermometer stieg auf sagenhafte 15°. Die Sonne schien, als wir oben werkelten. Als es dann auf unsere Fika zuging, verschwand die Sonne immer wieder hinter Wolken. Wir setzten uns dann raus in die Wiese (auf Stühlen ;-) ) und wurden dann eben nur ab und zu beschienen…
Ich habe mich bei regenfreiem Wetter für euch auf Fotosafari begeben und mal geknipst, was da in unserem Garten so vor sich hin wächst, ohne dass es meines grünen Daumens..hüstel.. bedurft hätte.

Wenn nur ein Hauch von Wind ist, kriegt die Kamera das Nahe nicht scharf gestellt..hüstel..







Wind. Scharf stellen. Ihr wisst schon... ;-)
Ich weiß nicht, wie die Blumen alle heißen. Doch die blauen Türmchen, die kenne ich zumindest vom Sehen. Die gab es nämlich zuhauf im Garten meiner Eltern. Und die kamen dann zu Hause in kleine Glasväschen…
Ein paar Tulpen überlegen sich noch, ob sie nun auf gehen sollen oder nicht. Warten wirs mal ab. ;-)

Die große Pflanze in der Erde mit Kiste drumherum verweigert jegliches weitere wachsen oder gar Blüte hervor zaubern.
Die kleinen Pflanzen haben schon fast alle eine Blüte in ihrer Mitte, die offen-sichtlich noch nicht gewillt sind, mir ihre Farbe oder Form zu zeigen. :-( Dabei habe ich denen wirklich nichts getan..schwör.. Vielleicht stören sie sich daran, dass es schon gegen halb vier hell draußen ist (Sonnenaufgang ist etwas später) und erst gegen 23 Uhr wirklich dunkel wird? Ich weiß es nicht! Und deshalb warte ich jetzt einfach ab. Da kommen langsam noch andere Spitzen heraus. Doch ich dämpfe meine Vorfreude darauf. Weil, die lassen sich eh noch Zeit…



Ach ja, Wetteraussichten für heute? Höchsttemperaturen 6°. Tagsüber wohlgemerkt. ;-) Und es regnet. Nachts sollen die Temperaturen zwischen -3° und 5° liegen. Ich bin mal gespannt.
In einer Zeitung las ich, dass es im Juni, Juli und August heiß werden soll in Schweden. Mal schauen, ob das auch für Dalarna gilt. ;-)

Fast-fröstelnde Grüßels von Anneke

Samstag, 16. Mai 2015

Fundstücke 4

Es gab ja nicht nur in unserem Häuschen allerhand zu finden.

Seitdem ich das 1. Mal im Västmanland im Urlaub war (Insgesamt war ich vier Mal dort, weil es mir so gut gefiel. :-) ), bin ich begeisterte Loppisgängerin. Vorher habe ich zwar immer die Schilder gesehen, die darauf hingewiesen haben, betreten hatte ich jedoch bis dahin keinen. Keine Ahnung, warum nicht. Was ich verpasst habe!!! ;-) 

Ein Loppis ist ein Trödelladen, in dem es so ziemlich alles gibt, was man sich vorstellen kann, von altem Spielzeug über Autoteile bis hin zu Geschirr aus neuerer und älterer Zeit und noch vieles andere mehr. In Schweden gibt es derer viele. Auf dem Land haben fast alle Bewohner Grundstücke und meist gibt es eine Garage oder einen anderen Raum, der dafür wie geschaffen ist. An der Straße wird ein selbst gebasteltes Schild „LOPPIS“ aufgestellt und schon kann es losgehen.
Ich freu mich schon, denn bald startet die Loppissaison wieder. ;-) Ich spare schon fleißig Kleingeld dafür. ;-)

Zwei besondere Fundstücke habe ich im vergangenen Jahr gefunden. Wobei ich denke, dass sie eher mich gefunden haben. ;-)

Ich war mit der Vermieterin des Ferienhäuschens hier ganz in der Nähe in By auf einem Riesentrödelmarkt. Und wie immer schaute ich nach alten und neuen Stickereien. In meine Hände schmiegte sich beim Sortieren plötzlich dieses Stickbild…


Ich strich über die Stiche – wieviel Arbeit steckt dahinter!? Dann übersetzte ich den Text, „Alles hat seine Zeit“ und meine Augen füllten sich mit Tränchen. Wenn das kein Zeichen ist! Also nahm ich das Bild mit und hatte auch schon einen Platz dafür im Kopf.

Als wir weiter über das Gelände trödelten, fiel mir eine Malerei ins Auge. Wie schön!


Mit Hilfe von Christiane übersetzte ich, was dort stand. „Lebe etwas langsamer, du kommst trotzdem vorwärts“. Ein Schauer ging mir über den Rücken. Auch gekauft. Ohne zu handeln. Ein Platz dafür war auch sofort in meinem Kopf.

Zurück in Deutschland fanden beide Mitbringsel ihren angedachten Platz.
Das Bild hängte ich über das Schlüsselbrett, damit ich mich beim Verlassen der Wohnung daran erinnerte.


Und die Stickerei fand auf Arbeit ihren Platz.


Als ich aufhörte zu arbeiten, war das Stickbild das letzte, was ich aus meinem Büro mitnahm. Dass das so sein würde, war mir klar, als ich beschloss, nach Schweden umzuziehen. :-) Es hat mit dem Stickbild und mir eben etwas besonderes.

Im Häuschen haben beide Wieder-zurück-sein-Mitbringsel ihren Platz gefunden, auch wenn vieles andere noch darauf wartet, ausgepackt zu werden. Diese beiden Dinge sind mir sehr wichtig. Vielleicht, weil sie wieder zu Hause sind...

Beides hängt über meiner Lieblingssitz- und Liegebank in der Küche

Beides ziert den Platz über dem Küchentisch

Sich-auf-die-Loppisbesuche-freuende Grüßels von Anneke

Donnerstag, 14. Mai 2015

Bestickte Tischdecke / Broderade bordduk

Ich freue mich...das ist mein 100. Post! Tätäääää! :-)

Als ich mit Sticken begann, hatte ich das große Ziel, für meinen damaligen Couchtisch eine 80 x 80 cm große Tischdecke zu besticken.

Ein Muster hab ich schnell gefunden. Fündig wurde ich hier -> Stickmuster Karin Holmberg
Grün, wie ich sticktechnisch hinter den Ohren war, habe ich das an Delsbosöm angelehnte Muster mit Bleistift in die vier Ecken des Tischtuches aufgemalt. Die Bleistiftstriche dann aus dem Stoff zu bekommen grenzte an Schwerstarbeit... 

Da mir der einfache Satinstich nicht gelang, nahm ich den doppelten. Zeitweise dachte ich, dass ich wohl nie fertig werden würde. Denn die Fäden genau ne-beneinander zu sticken war gar nicht so einfach, wie ich es ursprünglich dachte. ;-) Irgendwann war jedoch die 1. Ecke geschafft.


Blieben noch drei Ecken mit Muster. Und die von mir angedachten Verbindungswellen.
Unerfahren wie ich war, malte ich dann die Wellen frei Hand auf. Hihihi, so sieht es dann fertig gestickt auch aus.


Heute würde ich dazu Schablonen anfertigen. Weil es dann nämlich schöner und symmetrischer aussieht. ;-)
Nichtsdestotrotz bin ich immer noch stolz auf mein Werk. Und ich bin mir sicher, dass es auch im Häuschen mal frische Luft schnuppern darf. ;-)

Herzliche Grüßels von Anneke

Mittwoch, 13. Mai 2015

Geburtstagsgeschenk mit Überraschung :-)

Nicht nur Sticken oder Stricken oder Backen machen mir Spaß.
Ich bastle auch sehr gerne mit allen möglichen verschiedenen Materialien.
Wenn ich Geld verschenke (allein oder mit anderen Menschen), dann muss es möglichst immer ein „Drumherum“ geben. Zum Einen, weils schöner aussieht und zum Anderen, weils mehr her macht. ;-) Und die Freude am Ideen suchen, haben und umsetzen ist natürlich auch nicht zu verachten. ;-)

Heute möchte ich Euch zeigen, was unsere Eltern voriges Jahr zum Geburtstag bekamen.
Ich muss dazu ein kleines bisschen ausholen…

Schon als Kinder sind wir mit unseren Eltern fast jedes Jahr an die Ostsee gefahren. Sonne, Sand und FKK sind meine Haupterinnerungen daran.
Nach der Wende war das alles nicht so einfach und meine Eltern blieben lange ostseelos…
Wir schickten Sie dann einmal für eine Woche an die Ostsee (Auch da gab es einen Zusammenschluss von mehreren Geschenkanlässen. Sie erhielten immer ein paar Puzzleteile einer selbst gemachten Ostseeurlaubskarte.) und sie schnupperten die Luft und nahmen sich vor, bald mal wieder zu fahren. Sie buchten also für das vorige Jahr ihren Ostseeurlaub.
Da schlug meine Stunde. Im Auftrag meiner Geschwister nahm ich mit dem Hotel Kontakt auf und klärte unsere Wunschmodalitäten.

Zum Geburtstag bekam unsere Mutti von uns allen je ein Schokoladenei mit Überraschung drin. Alle waren schön bebastelt. :-) Tja, wer sich was spannendes und was zu spielen und was zu naschen wünscht, der bekommt es auch. ;-) Sie guckte etwas seltsam, fragte aber nicht nach, ob das schon alles Geschenke seien.

An seinem Geburtstag bekam mein Vati von uns allen eine Flasche seines Lieblingsschnapses – schön bebastelt natürlich. ;-) Auch er fragte nicht nach, nahm es einfach hin, dass das alles ist.

Als meine Eltern dann im Sommer in ihr Hotel fuhren, fanden sie in ihrem Zimmer auf dem Bett diesen Umschlag vor:



Sie schauten kurz rein, legten ihn zur Seite und packten aus, weil sie dachten, es sei Werbung vom Hotel. ;-) 
Später dann schaute Muti sich die ganze Sache nochmal an (Oder wars Vati? Ich weiß es gerade nicht…) und stellten fest, dass der Brief von ihren Kindern war. Und so sah es innen drin aus:






Die Karten kann man zur Seite aufklappen. Darunter befinden sich die Bilder der edlen Spenderinnen und Spender und Urlaubswünsche für die Zwei. :-)
Unsere Eltern haben sich sehr darüber gefreut!

Und wir freuten uns mit, dass uns die Überraschung gelungen war. Denn so ein bisschen peinlich war es uns schon, nur mit Schokolade und Blumen und Schnaps und Blumen zu einem runden Geburtstag aufzutauchen. ;-)

Grinsende Grüßels von Anneke

Dienstag, 12. Mai 2015

Musikempfehlung des Tages

Heute gibts nur eine klitzekleine Musikempfehlung für Euch. Weil ich das Lied in den letzten beiden Tagen viel gehört habe (auf Vinyl-Radio) -> Vinyl-Radio. Und weil es für mich DAS Ferienlagerlied schlechthin ist -> Ferienlager!!!!. Und weil ich die gelben Hosen so lustig finde -> Schicke gelbe Hosen :-). Und weil ich jahrzehntelang dachte, dass da "Sugarboy, honeyboy" gesungen wird und das Lied deswegen in den Weiten des Internets nicht fand -> Und noch einmal! :-)

Mitsingende Grüßels von Anneke :-)

Montag, 11. Mai 2015

Selterwasserkuchen

Es gibt mal wieder selbst gemachtes aus dem Bereich Küche. ;-)

Nachdem es in unserem Einkaufsmarkt wegen bevorstehendem Umzuges kaum noch Kekse und so Sachen gibt, war am Wochenende selber backen angesagt.
Ein Rezept mit bei-mir-immer-mit-Gelinggarantie ist der Selterswasserkuchen ohne Selters. ;-) Ich habe ihn zum ersten Mal noch in der DDR gebacken, meist zum Kindergeburtstag – neben Papageienkuchen. Und seitdem ist es einer meiner Lieblingskuchen und treuesten Begleiter zum Backen. :-)

Von meiner Familie, Freundinnen und Freundintöchtern (liebe Grüße an H., I. und M. in B. bei C.) und ehemaligen Kolleginnen und Kollegen (Extragrüße an Frau H. aus C. in S.) wurde er immer wieder gern gegessen! Einmal habe ich ein ganzes Blech davon zu Geburtstag verschenkt! Die Augen von M. hättet Ihr sehen sollen! ;-)

Anfangs kaufte ich extra Selters für den Kuchen, weil ich dachte, dass der Sprutz darin irgendeine Wirkung auf den Kuchen hat. Als ich den Kauf dann doch einmal vergaß, nahm ich normales Wasser aus der Leitung. Und siehe da, es geht auch mit einfachem, normalem Leitungswasser. Der Kuchen geht trotzdem schön hoch und schmeckt lecker.

Am Wochenende habe ich den Teig per Hand zusammengerührt, da der RG 28 sich noch im Container in einer Kiste befindet. Das war gut für meine Muskeln. ;-)



Hier nun also das Rezept:

Für den Teig:

3 Tassen Mehl
2 Tassen Zucker
1 Päckchen Backpulver (oder einen gehäuften Esslöffel voll)
4 Eier
1 Tasse Öl
1 Tasse Wasser
Schalenabrieb einer Zitrone

Für den Guss:

250 g Butter
250 g Puderzucker
Saft einer Zitrone

Den Ofen auf 175° vorheizen.
Alle Teigzutaten schnell miteinander verrühren, auf ein Backblech geben und bei 175° ca. 20 Minuten backen. Je nach Ofen dauert es auch länger. Ich empfehle den Stäbchentest. ;-)
Lasst den Kuchen dann abkühlen.


Nun die Butter in einem Topf langsam schmelzen und den Puderzucker (gesiebt) einrühren. Zum Schluss noch den Zitronensaft dazugeben. Alles gut umrühren, damit sich Butter und Zucker verbinden.
Dann gießt den Guss vorsichtig über den Kuchen und verteilt ihn günstigerweise mit einem Esslöffel.


Bei mir ist dieses Mal irgendetwas schief gelaufen. Der Guss ist grieselig geworden, ich kann die einzelnen Kristalle im Mund sortieren. Hat jemand eine Idee, warum das so ist? Isch abe keine Ahnung. :-( 
Das Gemisch auf dem Kuchen kalt werden lassen und schon ist er servierfertig.


Ist der Kuchen noch zu warm, dann läuft Euch der der Guss ganz schnell vom Kuchen.
Ist der Kuchen zu kalt, dann wird der Guss schneller hart, als Ihr gucken könnt. Evtl. den Guss nochmal heiß machen und mit einem Löffel verteilen. Schnell.
Bei mir läuft der Guss meist etwas über den Kuchenrand hinaus – deswegen steht das Kuchenblech auf einer gut zu reinigenden Fläche. ;-)

Für einen Kindergeburtstag kann man bunte Streusel und anderes Buntzeugs auf den Guss geben. ;-) Wenn er noch zu flüssig ist, besteht allerdings Verlaufungsgefahr.

Süße Grüßels von Anneke 

Sonntag, 10. Mai 2015

Vermischtes 7

Telefonat

Na das war nicht irgendein Telefonat. Das war ein Telefonat auf schwedisch. Und ich war eine der Gesprächspartnerinnen. Ja! Wirklich! :-)
Ich gebe zu, das Telefonat war nicht sehr lang. Ich habe vorher meine Personennummerzahlen geübt, habe mir ein unbekanntes Wort aus dem Wörterbuch heraus gesucht und der Rest stand auf der Einladung, die ich erhalten hatte. Das brauchte ich dann nur noch ein bisschen in der Reihenfolge zu verändern. ;-)
Ich stellte dem Telefonat voran, dass ich nicht gut schwedisch spreche und verstehe und trug mein Anliegen vor. Die Frau verstand mich, fragte nach, was wiederum ich verstand. Ich sagte meine Personennummer – sie wiederholte sie – manche Zahlen klangen anders als bei mir. Doch sie waren richtig. Und nun bekomme ich keine Einladungen mehr. :-)


Häuschen

Wie Ihr wisst, leben der große Mitbewohner und ich in einem alten Haus. Die Einrichtung ist nicht ganz so alt wie das Haus, hat jedoch auch schon ein paar Jährchen auf dem Buckel.
Im nächsten Jahr wollen wir unten umbauen und dazu gehört auch das Bad.
In selbigen gibt es momentan eine Dusche, an deren Mischbatterie oben der Brauseschlauch und unten der Wasserzulauf für die Waschmaschine angeschlossen ist. Mit einem Hebelchen aus Plaste stellt man das um. Besser „stellte“. Denn das Teil hat nach (von uns geschätzten) ca. 40 Jahren seinen Geist aufgegeben. Es war nicht mehr dicht beim Umstellen. Und nein. Es wollte nicht bis zum nächsten Jahr warten. :-(


Nach einem Fehlkauf (die Anschlüsse aus den 60er Jahren hatten ganz andere Größen) und den nicht mehr erhaltbaren dafür notwendigen Verbindungsstücken mit den erforderlichen Gewinden haben wir per Internet ein Modell derselben (alten) Marke gekauft. 
Dachten wir. 
Leider war dem nicht so, denn aus dem ursprünglichen Innengewinde für den Waschmaschinenanschluss war plötzlich ein Außengewinde geworden. Also schlossen wir die Mischbatterie erst einmal an und wechselten Brauseschlauch gegen Waschmaschinenwasserzulauf aus, wenn es nötig war. Es lag also neben der Dusche eine Rohrzange. ;-)
Das fehlende Verbindungsteil haben wir im Internet gefunden und bestellt.
Es wurde diese Woche geliefert.
Und jetzt dürft Ihr mal raten, wer das ganz alleine angeschraubt hat? Ich helfe Euch: Der große Mitbewohner war es nicht. ;-) Jetzt funzt es wieder! Und es tropft nichts! Und nix mehr mit Rohrzange Schlauch umstöpseln! ;-) Ich bin bissl stolz, auch wenn es keine große Aktion war. Vielleicht schule ich ja auf Installateurin um!? ;-)



Klempnernde Grüßels von Anneke

Samstag, 9. Mai 2015

Stockholmbesuch Teil 3

Im Obergeschoss des NORDISKA MUSEET gibt es einen Ausstellungsteil über die Samen bzw. über deren Handarbeiten zu sehen. Dieser Post handelt aller-dings nicht nur davon, sondern zieht einen größeren Kreis.

Samische Handarbeit! Begeisterungsstürme meinerseits! Zwei Bildchen gefällig? Bitteschön!



Die Stickerei mit dem weißen Rentier….das ist sicherlich richtiges Fell, welches das Tier ziert. Und die Perlen...und das feine Garn.... ;-)
Außerdem gibt es Messer, Löffel, Bekleidung, Fotos der Samen und ihrer Lebenswelt zu sehen.

Es gab einen kleinen Raum, in dem ein Video in Dauerschleife lief. Während eine Samin in dem Video schwedisch sprach, liefen als Untertitel (ich denke) samisch und englisch (weiß ich). Und dank der englischen „Unterschriftung“ verstand ich, worum es in dem Video ging. Und ehrlicherweise…ich war erstaunt. Dass die Samen als Minderheit in Schweden nicht immer gut lebten wusste ich schon…

Es wurde 1921 an der Universität Uppsala das „Staatliche Institut für Rassenbiologie“ gegründet. Zwei lesenswerte Links dazu
-> Eugenik

1922 wurde von dem Institut eine Untersuchung durchgeführt, die sogenannte „Lappenuntersuchung“. Diese sollte nachweisen, dass eine Rassenvermischung zum Verderb der Gesellschaft führen würde.
An dieser Untersuchung nahm auch die Familie der Samin aus dem Video teil. Diese empfand das als äußerst diskriminierend und sagte, dass (soweit ich mich erinnere) der schwedische Staat sich dafür noch nicht entschuldigt habe. Es war deutlich zu sehen, wie nah ihr das ging, dass ihre Familie als minderwertig bezeichnet wurde.
Erst 1958 wurde das Institut ersetzt durch das Institut für medizinische Genetik.

Noch ein paar Informationen…
Die Einschränkung des Lebensraumes der Samen in allen Ländern, in denen sie leben, durch das Bauen von u. a. Staudämmen, Industrieanlagen, Erzabbau sowie der Ausweitung von u. a. Straßenbau, Wasserkraft und Tourismus wirken sich sehr stark auf ihren traditionellen ursprünglichen Haupterwerb, die Rentier-zucht, und damit auf die Lebensweise der Samen aus.
1960 wurde vom norwegischen Staat das Recht der Samen auf die Erhaltung ihrer Kultur anerkannt <-> 2002 hat Norwegen mit der EU einen Vertrag abge-schlossen, in dem es um die Verwertung von Bodenschätzen in Norwegen geht – ohne Beteiligung der Samen, um deren Lebensgebiet es geht.

Mehr über das Leben der Samen ab dem 19. Jahrhundert könnt Ihr hier lesen 

Die Handarbeiten der Samen werden Duodji genannt. Diese wurden früher ausschließlich für den Eigenbedarf hergestellt. Mittlerweile ist die Herstellung von Duodji für viele Samen zum Haupterwerb geworden und umfasst auch Kunst und Kunsthandwerk. Hier sind einige Bilder zu finden 
-> Duodji

Die Samen haben neben ihren Handarbeiten noch weitere kulturelle Güter. Eines davon ist mir schon mehrfach begegnet. Der Joik nämlich. Das ist eine Art samisches jodeln 
Meine erste Begegnung damit war Mari Boine. Später stieß ich auf Sofia Jannok und ihre Art des Joikens.
Vielleicht gefällt Euch joiken auch? 
Zum Anhören bitte auf die Namen klicken. :-)

-> Mari Boine

Und an dieser Stelle schließt sich der Kreis, denn auch Mari Boine wurde als samische Künstlerin (als eine unter vielen, die ich aber nicht kenne) in der Ausstellung genannt.

Joikähnliche Grüßels von Anneke

Freitag, 8. Mai 2015

Stockholmbesuch Teil 2 - Nordisches Museum / NORDISKA MUSEET

Wie es zum Nordischen Museum geht wusste ich schon. Ich bin schon dort gewesen. Zweimal (Einmal war ich drin und einmal bin ich vorbei gelaufen). 
Dachte ich. 
Denn ich nahm, wie mir später bewusst wurde, nicht den direkten sondern den umständlichen Weg. Das hab ich mir wohl schon von den Schweden abgeschaut, das mit dem umständlich sein..grins.. Nein, das ist eben bei mir so. Ich habs nicht gaaanz so mit der Orientierung, auch wenn ich schon einmal wo war. Ich hab mich dran gewöhnt und finde es nicht schlimm. Es ging vorbei am Sergels Torg mit dem Kulturhuset (hier sollte abends das Konzert sein) am Hafen, an Baustellen und dann sah ich das Museum.
Der Eintritt kostete 100 SEK – 20 SEK mehr als beim letzten Besuch vor zwei oder drei Jahren. Gut angelegtes Geld.

So sah früher eine Festtafel aus!
  

Sju sorters kakor (Sieben Sorten Kuchen)


Und so könnte eine Tafel an Midsommar aussehen! Es gibt die ersten Erdbeeren, dazu reichlich Sahne... :-)


Fasziniert betrat ich die Ausstellung, sah mir wieder die Festtafeln an, die Erläuterungen der schwedischen Feste, die Ausstellung mit Kleidung (temporär) und kam dann zu den Schubladen mit Stoffen, Broderi, Väveri und anderen Handarbeiten. Ich nahm mir einen Stuhl (Es stehen an fast jeder Ecke Klappstühle im Museum, die die Besucher für den Rundgang einfach so mitnehmen können.) und zog jede Schublade auf, bewunderte die Arbeiten, die teilweise aus dem 18. Jahrhundert stammten. Solch feine Stickerei, das bekomme ich wohl eher nicht hin. ;-)

Da ich mit dem Fotografieren auf Grund der Lichtverhältnisse Schwierigkeiten hatte und einen Blitz nehme ich nun mal nicht in einem Museum, habe es keine sonderlich guten und schon gar nicht viele Bilder.




Doch wenn Ihr hier klickt ……. Könnt Ihr einen klitzekleinen Ausschnitt sehen.


Ich war und bin von diesen Stickereien begeistert! Immer wieder! Manche würde ich gerne bei mehr Licht genauer betrachten können. Doch ich kann eben nicht alles haben. Also wird das wohl nicht mein letzter Besuch im NORDISKA MUSEET gewesen sein. :-)
Und weil das, was ich im 4. Stock fand und was damit zusammen hängt, etwas umfangreicher ist, wird es noch einen 3. Teil geben. ;-)

Vorfreudige Grüßels von Anneke

Donnerstag, 7. Mai 2015

Stockholmbesuch Teil 1

Wollt Ihr wissen, wo ich gestern war? Guckt Ihr hier:

 


Ja, ich war in Schwedens Hauptstadt Stockholm!
Ein Konzert mit meinem Lieblings-Jazzmusiker Nils Landgren stand an. Die Karte habe ich vom großen Mitbewohner zum Geburtstag bekommen und gestern konnte ich sie einlösen.

Ich hatte vorher keine Lust, von zu Hause weg zu fahren. Nicht nur keine, sondern überhaupt ga keine. ;-) Doch dann…ich könnte ja auch nochmal ins „Nordiska museum“ gehen…und „Mattsons band“ ist auch in Stockholm. ;-)
Also buchten wir eine Vormittagsfahrt mit dem Zug ab Avesta-Krylbo und abends kurz nach 22 Uhr wieder zurück.
Ich war vorher schon sehr aufgeregt. Ganz ehrlich.

Im Zug „vertrieb“ ich dann eine Frau, die auf meinem reservierten Sitzplatz saß, vom Fenster. Natürlich war ich freundlich…soweit ich das mit meinem Bestand an schwedischen Wörtern eben sein kann. „Tack“ und „ursäkta“ helfen da viel weiter. Die Züge sind scheinbar immer voll in Schweden. Zumindest immer, wenn ich bisher mitgefahren bin.

Das Wetter wurde, je näher wir Stockholm kamen, immer schöner.
Als ich aus der „Centralen“ raus kam, schien die Sonne und der Wind blies ein bisschen.

Ich machte mich auf den Weg zu „Mattsons band“. Eine ungefähre Vorstellung, was ich wollte, hatte ich…bis ich im Laden stand. Da wurde ich angesichts der Fülle wieder völlig unsicher. Und da das Projekt, für welches ich Band wollte, bisher nur in meinem Kopf existiert, hatte ich plötzlich auch keine Vorstellung mehr... Also verließ ich den Laden dann eben mit nichts gekauftem. Auch eine Art von Sparsamkeit, wenn auch ungewollter. ;-)

Über den Besuch im Nordischen Museum, der dann folgte, gibt’s einen Extrapost. ;-)

Danach war ich erst einmal fußlahm. :-( Ich bin es nicht mehr gewöhnt, den ganzen Tag zu laufen. Also setzte ich mich an den Kai, beschrieb meine zwei Karten und genoss die Sonnenstrahlen.
Mit den Karten in der Hand machte ich mich auf zu „Sergels Torg“ (Klick mich -> Sergels torg und mich -> Sergels torg Webcam
Irgendwann fand ich einen Briefkasten zum Einwerfen. Just gerade in dem Moment, in dem ich die Karten in die Tasche gesteckt habe. ;-)

Ich versorgte mich noch mit einem kleinen Abendbrot und setzte mich zum Menschen beobachten an den Sergels torg bis es Zeit wurde, ins Kulturhaus zu gehen.

Schlange stehen, eingelassen werden, guten Sitzplatz finden – es kann losgehen.
Das 1. Lied begann und ich atmete tief durch. In meinen Augen sammelten sich Tränchen... So schön! Auch die noch folgenden Lieder waren sehr schön! Neben der Posaune von Nils Landgren und der Gitarre von Johan Norberg gab es noch musikalische Begleitung durch einen Teil Symphoniker, die den Liedern teilweise mehr Kraft und Gefühl gaben. Herrlich! Unterbrochen wurden die Stücke von Gesprächen zwischen Nils Landgren und seinem Freund und „Chapter 2“-Partner und Mitspieler Johan Norberg. Leider verstand ich nur wenig bis nichts… Doch die Musik war wieder wunderbar!!! Und das Konzert war definitiv zu kurz!

Danach fuhr ich geschafft aber glücklich nach Hause!

Danke für das schöne Geschenk! :-*

Seufzende Grüßels von Anneke