Montag, 12. September 2016

Ausflug nach Stockholm

Dieser sollte uns zu einem Konzert führen. 
Der große Mitbewohner und ich hatten nämlich im Januar diesen Jahres festgestellt, dass uns Beiden Max Raabe mit seinem Palast Orchester sehr gut gefällt. Das war neu. Wir schauten nach und stellten fest, dass es im September ein Konzert in Stockholm geben sollte. Schon ein Viertel der Karten war weg!! Sollen wir? Na klar! Bis dahin sind wir fertig mit umbauen und können uns etwas Schönes gönnen. Also bestellten wir die Karten, altmodisch wie ich da bin, in Papier. ;-)


Endlich war es so weit. Der Konzerttag war gekommen.
Wir waren noch nicht fertig mit Umbauen und hatten am Vormittag, Mittag, frühen Nachmittag noch zu tun. Auf dem Bau lief (mal wieder) manches etwas anders als gedacht und ich hatte dadurch zwischenzeitlich keine richtige Lust auf unseren Ausflug. 
Doch die kam wieder. ;-)
Arbeiten für diesen Tag erledigt, duschen und los. Das hatte ich mir anders vorgestellt. Nun ja.
Um 16 Uhr fuhren wir ab, wir wollten unterwegs noch etwas essen. Und wo wir parken würden, wussten wir ja auch noch nicht, also lieber etwas mehr Zeit einplanen.
Ich fuhr und nach ca. 1/2 Stunde sah ich ein Motorrad entgegen kommen. Das hatte vielleicht einen lauten Geräuschpegel. Doch warum kam der nur von rechts und nicht von links? Und wieso fuhr das Auto plötzlich so seltsam? Der große Mitbewohner: "Wir haben einen Platten." Ich: "Nein!" Ich hielt an. Und ja, wir hatten einen Platten. Glücklicherweise hatte der große Mitbewohner einen Plan, den des Reifenwechsels nämlich. 
Als ich das Ersatzrad war, bekam ich Schnappatmung. Das war doch kein Rad! Doch, war es, klärte mich der große Mitbewohner auf. Allerdings war es kein Ersatzrad sondern ein Notrad, was ein himmelweiter Unterschied ist! 
Damit sollten wir nach Stockholm und wieder zurück...? Neiiiin! 
"Das passt nicht, das ist viel zu klein." warf ich ein. Also zu klein so vom Umfang her. Lochtechnisch passte es. So sah das Ganze fertig aus:


(Hier mal ein Vergleichsfoto der Räder:

)

Ihr wollt mir doch nicht erzählen, dass das denen ihr Ernst ist!!! Damit kann man doch nicht fahren!!! Zumal der Reifendruck dieses Rades an der nächsten Tankstelle (in xx km Entfernung) auf 4,2 bar erhöht werden sollte! Das geht doch nicht! Ich brach in Tränen aus und mir war spontan die Lust auf das Konzert zum 2. Mal an diesem Tag vergangen. Doch der große Mitbewohner hatte eine Idee. Klaus anrufen und fragen, ob wir uns ein Auto borgen können, damit a) ich beruhigt bin und wir b) nach Stockholm fahren können. Es klappte. Also fuhren wir wieder ein Stück zurück. 
Plötzlich tauchte rechts ein Brocken von Reh auf und wollte über die Straße hüpfen. Irgendwie überlegte es sich das dann glücklicherweise anders und dem Schlenker des Autos (der große Mitbewohner fuhr) folgte kein Aufprall. Uff!

Bei Klaus bekamen wir ein anderes Auto (DANKE!!) und fuhren so zum zweiten Mal los in Richtung Stockholm.
Auf der Autobahn dann....der Tacho zeigte nicht mehr als 80 km/h. Komisch. Plötzlich fuhren wir sogar nur 0 km/h schnell, obwohl die Bäume doch an uns vorüber zogen. Die Tachonadel hatte keine Lust mehr. Idee großer Mitbewohner: Stoppuhr! So maßen und stoppten wir und wussten ungefähr, wie schnell wir fuhren (Drehzahlmesser und so).

Als wir die Stadtgrenzen von Stockholm überfuhren, war ich froh, dass nicht ich das Auto lenkte. Hier war mir definitiv zu viel Betrieb. Und wie die fuhren! Tztztz... Den großen Mitbewohner konnte nichts aus der Ruhe bringen. Er fuhr. :-)

Veranstaltungsort des Konzertes war DIESER moderne Bau, direkt hinter/neben der T-Centralen. Wir suchten einen Parkplatz und sahen dabeischon (gegen 18.30 Uhr) die ersten Menschen in das Gebäude gehen. So zeitig!? Was für ein Glück, wir fanden quasi gleich daneben einen Parkplatz. Ok, billig war der mit rund 20 Euro jetzt nicht. Doch ich hatte in Stockholm schon teurer geparkt..lach..


Immerhin mussten wir dafür a) nicht weit laufen und konnten b), wenn wir wollten, bis zum nächsten Tag dort stehen bleiben. ;-)
Ich war erleichtert. Wir waren da! Und hatten auch noch Zeit zum Essen gehen. Ok. Nicht in ein Restaurant, doch für nen Burger oder so etwas reichte es.
Wir gingen in die T-Centralen, den Hauptbahnhof von Stockholm, fanden etwas, aßen etwas, waren danach jedoch weder satt noch froh. Egal, wir hatten wenigstens etwas im Bauch. 
Als wir wieder aus dem Bahnhof heraus kamen, befand sich vor uns eine Schlange. Also so eine von Menschen. Ich: "Das wird wohl die Schlange für das Konzert sein. Ich stelle mich mal an." Da der große Mitbewohner mir nicht glaubte, ging er schauen, wo die Schlange hin führt. Und tatsächlich! Der "Kopf" war am Eingang des `Waterfront'. Als wir dran waren mit um die Ecke biegen...


Drin: Wow! Ist das groß! Und auch schön.
Wir fanden dann unseren Platz, warteten gar nicht lange und dann ging es schon los.
Lieder der 20er und 30er Jahre wurden gespielt.
Das wohl bekannteste...


Ich war berührt, ergriffen, freute mich, hatte fast die ganz Zeit ein Grinsen im Gesicht wegen schön. Seine Gestik, sparsam, elegant und sehr gekonnt, das Palast Orchester - mit Freude bei der Sache. Ein Zusammenspiel auf sehr hoher Stufe.
Die Zeit verging wie im Flug. Leider.
Doch bevor das Palast Orchester mit Max Raabe gehen konnte, musste es noch ein paar Zugaben singen. :-)

"Sexbomb" - sonst von Tom Jones, hier von Max Raabe und dem Palast Orchester


"Supertrouper" - sonst von Abba...


Und ganz zum Schluss "Dream a little Dream on me", geschrieben 1931...wunderschön...


Der große Mitbewohne rund ich bedauerten außerordentlich, dass das Konzert dann wirklich vorbei war. :-(

Dann ging es wieder in Richtung nach-Hause.
Autobahn. Licht aufblenden. Da kommt was. Licht abblenden. Aufblenden. Abblenden...Aufblenden. Abblenden. Finster. HÄ??? Ich hielt die Luft an. Wieso finster?? Bei 110 km/h?? Doch den großen Mitbewohner bringt (glücklicherweise) so schnell nichts aus der Ruhe. Das Licht ging dann wieder. Meistens... Da gab es wohl irgendwo einen Wackelkontakt... 
Als wir bei Klaus angekommen sind, stiegen wir wieder in unseren Paul mit seinem kleinen 'Hinterfuß' um und fuhren in unser Ersatzzuhause.
Ich war froh, als ich dort dann im Bett lag. Dieser Tag hatte für mich einfach zu viel Inhalt und Aufregung beinhaltet..lach.. Das war ich definitiv nicht mehr gewöhnt.
Danke, großer Mitbewohner fürs Fahren und für den Rest! ;-) :-*

Sonnige Grüßels von Anneke

Kommentare:

  1. Parkgebühren und Konzert in Stockholm... Schöne Erinnerungen... Und danke wieder mal für den schönen Blog

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    1. Die an die Parkgebühren sind eher weniger schön. ;-) Die an das Konzert? Super!! :-) Vielen Dank..bisslrotwerd..

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  2. Oh man, was für ein Tag. Ich wäre auch platt wie eine norddeutsche Flunder gewesen. ;-) Das Konzert hätte ich aber auch sehr gerne "mitgenommen". Danke für die schönen Videos! Bald winke ich dir wieder aus Småland zu. :-) LG Judith

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